"Von den Motten nicht verzehrt"

Textile Schätze aus dem Limburger Dom

30.08.  bis 26.11.2017

Das Plakat zur Ausstellung

Das Plakat zur Ausstellung
© Diözesanmuseum Limburg
Foto: Michael Benecke

Adresse:
Diözesanmuseum Limburg und Domschatz
Staurothek
Domstraße 12
65549 Limburg
Beschreibung:
„Sammelt euch nicht Schätze auf Erden wo Motte und Rost sie verzehren (Matth. 6,19)“. Dieser Satz aus dem Evangelium zeigt die Prioritäten des Christentums auf. Zur Ehre Gottes haben sich dennoch in den Kirchen Schätze gebildet, die der Liturgie und dem Gotteslob dienten und dienen. Darunter sind die Paramente und andere Textilien des Gottesdienstes nicht der unbedeutendste Teil der oft frommen Stiftungen. Auch die Stiftskirche St. Georg und Nikolaus in Limburg, der heutige Dom, hat einen bedeutenden Bestand von Gewändern und anderen Gegenständen aus Stoff, die für die Liturgie (Messgewänder), die bischöfliche Repräsentation und die Frömmigkeit geschaffen wurden. Zum Teil werden sie vom Diözesanmuseum bewahrt, aber auch in der Domsakristei. Der Bogen spannt sich dabei von bildbestickten Kaseln der Spätgotik über erlesene Lyoner und chinesische Stoffe der Kanoniker bis zum Design der liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts für die bischöflichen Ornate. Neben den kurfürstlich-trierischen Stoffen des Bischofsthrons von 1827 besitzt das Museum auch noch die Ausstattung eines Bischofs vor dem Konzil, die bis zu Schuhen und Strümpfen das Amt repräsentieren sollte. Die Ausstellung möchte einen Einblick in die Vielfalt der liturgischen Textilien bieten, von denen im Museum nur wenig ständig gezeigt werden kann. In der Aufstellung können auch, anders als in der Dauerausstellung möglich, liturgische Zusammenhänge präsentiert werden. Damit soll auch die reiche Liturgiegeschichte früherer Zeiten vergegenwärtigt werden. Nicht nur Motten und der Wandel liturgischer Vollzüge können den historischen Schätzen gefährlich werden. Eine falsch verstandene „Wertschätzung“ kann auch zerstörerisch auf die wertvollen Dokumente des Glaubens einwirken. Pseudorestaurierungen alter Gewänder, die nicht zur Wiederherstellung sondern zur Teilzerstörung geführt haben, werden ebenfalls in dieser Ausstellung gezeigt.
Kuratiert von:
Dominik Müller M.A.
Eintrittspreise:
Erwachsene:
3,00 Euro
 
Kinder:
2,00 Euro
 
Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Eintrittspreis für die Dauerausstellung enthalten.
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