Die Ausstellung des Monats August 2017

Auch im August möchten wir Ihnen wieder eine sehenswerte Ausstellung präsentieren. Der Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal zeigt noch bis zum 3. Dezember die Ausstellung „BILDER“ mit Werken von Imi Knoebel.

Alle Bewerbungen – auch die aus den Vormonaten, wenn die Ausstellung noch geöffnet ist – stellen wir Ihnen in einer Liste und als Einzeldarstellungen mit einem Infotext und einem Bild vor.

Alle Bewerbungen auf einen Blick  >


Imi Knoebel
. BILDER

Imi Knoebel – Raum 19 III
Imi Koebel, Raum 19 III, 1968/2006, Hartfaser / Holz / Keilrahmen; © Michael Richter

Imi Knoebels Herkunft ist der Minimalismus, der sein künstlerisches Schaffen von den frühesten Anfängen bis zum heutigen Tag charakterisiert. Seit er Mitte der sechziger Jahre als maßgebender Mitwirkender in den Kreis der jungen Künstler um Beuys eintrat, sind es nur wenige, dafür aber um so grundlegendere Fragen, denen sein Werk nachspürt. So präsentiert die Ausstellung des Skulpturenparks in der oberen Ausstellungshalle „Raum 19“, eine Arbeit Knoebels, die in ihren frühen Fassungen in die ersten Jahre seiner Laufbahn zurückweist und zugleich die Kontinuität in seinem Schaffen verkörpert. Mehrfach ist Raum 19 daher als Schlüsselwerk bezeichnet worden. Beispielhaft zeigen sich hier innerhalb einer Installation die Beziehungen von raumgreifenden Körpern zu flächigen Schichtungen. Es sind die Übergänge und Verbindungen, auch der Werke untereinander, die sich in die Rezeption der Werke Knoebels einschreiben. Dies gilt auch für seine farbigen Tafelbildern, die Knoebel in einer kleinen Auswahl ebenfalls im Skulpturenpark zeigen wird.

Imi Knoebel – Ort – Rot Blau Blau Gelb
Imi Knoebel, Ort – Rot Blau Blau Gelb, 2009; 302 x 300,5 x 150 cm; Acryl / Aluminium
In Imi Knoebels über mehr als fünf Jahrzehnte zurückreichendem Schaffen sprechen Material und Farbe über nichts anderes als sich selbst. Frei und unbefrachtet sind auch die Beziehungen, in denen sich die Elemente seiner Installationen in immer neuen Varianten zueinander fügen und seine Werke als Ganzes das Gespräch mit ihrer jeweiligen Umgebung aufnehmen. Von Knoebels „dezidiertem Einlassen auf den Raum“ ist im Zusammenhang mit seinen Ausstellungen immer wieder die Rede. Hier weisen Knoebels Werke weit über über sich hinaus und werden Teil eines Gesprächs der Kunst mit sich selbst, das Imi Knoebel mit jeder Ausstellung in neuen Konstellationen inszeniert. Auch im Skulpturenpark Waldfrieden wird der Künstler voraussichtlich seinem Dialog mit dem Betrachter neue Impulse hinzufügen.
Imi Knoebel – Drunter und drüber H7
Imi Knoebel, drunter und drüber H 7, 2007; 189 x 141 x 14,4 cm; Acryl / Aluminium / Kunststoff-Folie; © Michael Richter
Imi Knoebel – Ich nicht IV
Imi Knoebel, Ich Nicht IV, 2006; 315 x 394 x 8,4 cm; Acryl / Aluminium / Kunststoff-Folie; © Michael Richter
Imi Knoebel – Fishing Yellows 1
Imi Knoebel, Fishing Yellow I, 2008; 300 x 600,6 x 16 cm; Acryl / Aluminium
© Michael Richter

Biografisches

Imi Knoebel wird 1940 in Dessau geboren. Seine Kindheit verbringt er in Grumbach bei Dresden, später zieht seine Familie nach Mainz. Ab 1962 besucht er die Werkkunstschule im nahe gelegenen Darmstadt, wo er seinen späteren Freund Rainer Giese kennenlernt, mit dem er 1964 an die Kunstakademie nach Düsseldorf wechselt. Dort wird er, nach einem Jahr in der Klasse für Gebrauchsgrafik, wiederum gemeinsam mit Giese, 1965 in die Klasse von Joseph Beuys aufgenommen. Beide haben inzwischen den Vornamen IMI angenommen, bei dem es sich um die Kurzform ihres Abschiedsgrußes „Ich Mit Ihm“ handelt.

Joseph Beuys überlässt ihnen neben der Beuys-Klasse (Raum 20) einen eigenen Raum (Raum 19), den sie anfangs mit Jörg Immendorff und Blinky Palermo teilen. Hier entstehen nun Werke, wie zum Beispiel eine Serie aus insgesamt 44 Linienbildern, vor allem aber die frühe Installation Raum 19, die (in einer späteren Fassung) auch im Skulpturenpark Waldfrieden gezeigt wird.

Aus seinen Anfängen in Düsseldorf entwickelt Knoebel sein Werk, mit dem er sich im Lauf der Jahre internationale Anerkennung verschafft. Von den vielen Auszeichnungen, die sein Schaffen begleiten, ist die jüngste der Kythera-Preis, der ihm 2012 verliehen wurde.


Imi Knoebel
BILDER

15. Juli bis 3. Dezember 2017
Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12
42285 Wuppertal
www.skulpturenpark-waldfrieden.de

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